Sicherheit
Einbruchschutz an der Wohnungstür nachrüsten
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Zeit ist der entscheidende Faktor
Einbrecher sind keine Spezialisten für Schließtechnik. Die überwiegende Zahl der Taten erfolgt mit einfachem Werkzeug — meist einem Schraubendreher — und zielt auf schnellen Erfolg. Ein großer Teil der Versuche wird abgebrochen, wenn es nicht binnen weniger Minuten gelingt. Mechanischer Schutz muss deshalb nicht unüberwindbar sein, er muss Zeit kosten.
Die vier Schwachstellen einer Tür
Der Zylinder
Ein Standardzylinder lässt sich mit einer Zange abbrechen. Zylinder mit Bohrschutz und Ziehschutz nach DIN 18252 verhindern das. Wichtig ist auch die Länge: Steht der Zylinder mehr als drei Millimeter über den Beschlag hinaus, bietet er eine Angriffsfläche.
Der Beschlag
Ein Schutzbeschlag nach DIN 18257 der Klasse ES1 oder höher deckt den Zylinder ab, sodass er gar nicht erst angegriffen werden kann. Diese Maßnahme ist im Verhältnis zu ihrer Wirkung eine der günstigsten überhaupt.
Die Bandseite
Die Scharnierseite wird oft übersehen. Bandsicherungen greifen beim Schließen in den Rahmen und verhindern, dass die Tür auf dieser Seite ausgehebelt wird. Sie lassen sich bei den meisten Türen nachrüsten.
Der Rahmen
Das beste Schloss nützt nichts, wenn das Schließblech aus dünnem Blech besteht und beim ersten Hebeln aus dem Holz reißt. Ein Sicherheitsschließblech, das tief im Mauerwerk verankert wird, gehört zu jeder ernsthaften Nachrüstung.
Das Querriegelschloss
Für Wohnungstüren im Mehrfamilienhaus ist ein Querriegelschloss die wirksamste Einzelmaßnahme. Es verriegelt über die gesamte Türbreite und stützt sich auf beiden Seiten im Mauerwerk ab — Aufhebeln wird dadurch erheblich erschwert, weil die Kraft nicht mehr auf einen Punkt wirkt.
Was Mieter dürfen
Zusatzschlösser und Sicherungen, die sich rückstandsfrei entfernen lassen, sind in der Regel unproblematisch. Für Querriegelschlösser und alles, was in Tür oder Rahmen eingreift, brauchen Sie die Zustimmung des Vermieters. Holen Sie diese schriftlich ein — und klären Sie gleich mit, ob beim Auszug zurückgebaut werden muss.
Beratung und Förderung
Die polizeilichen Beratungsstellen beraten kostenlos und herstellerneutral — eine Anlaufstelle, die viel zu selten genutzt wird. Für Nachrüstungen zum Einbruchschutz gibt es zudem Förderungen der KfW. Die Konditionen ändern sich regelmäßig, deshalb prüfen Sie den aktuellen Stand vor der Beauftragung. Der Antrag muss in der Regel vor Beginn der Arbeiten gestellt werden.
Schlüsseldienst anrufen: 0163 236 5223